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Alpaka - Info



Allgemeine Information über Alpakas

Sie lebten bereits vor ca. 6000 Jahren zusammen mit den Inkas in den Hochebenen 
der Anden( Peru, Chile und Bolivien). Zusammen mit den Lamas stellten sie die 
Existenzgrundlage der Menschen im Hochgebirge dar. Das Lama diente als Lasttier
und Fleischlieferant. Die feine Wolle des Alpaka hingegen benötigten sie zur 
Bekleidungsherstellung, um der klirrenden Kälte trotzen zu können. So bildeten 
die Alpakas schon damals eine enge Lebensgemeinschaft mit dem Menschen. 
Nach der drastischen Dezimierung durch die Spanier nahmen sich die 
heimischen Bergbauern ihrer an und machten sich deren vielfältige 
Eigenschaften jahrhundertlang zu nutze.  So bahnten sie diesen treuen 
Weggefährten der Menschen schließlich sogar den Weg in unser modernes 
Europa. Alpakas sind so genannte Neuweltkameliden und gehören zoologisch zur 
Familie der Camelidae. Zusammen mit den Kamelen, Guanacos, Vicunjas und 
Lamas bilden sie die einzige heute lebende Unterordnung „Schwielensohler“.
Die Lebenserwartung der Alpakas liegt bei etwa 20 - 25 Jahren.

Die Haltung dieser intelligenten, gutmütigen und ausgesprochen zähen Tiere ist 
absolut unproblematisch. Bedingt durch die karge, nährstoffarme Vegetation ihrer 
Heimat sind sie hervorragende Futterverwerter. Als reine Pflanzenfresser stellen Heu
und Gras ihre Hauptnahrungsquelle dar. Gelegentlich lieben sie es auch an Dornen 
und Gestrüpp zu knabbern. Anders als viele heimische Weidetiere haben Alpakas 
keine Hufe, sondern sind so genannte Schwielensohler. Ihr weicher Tritt schont so
die Grasnarbe. Die Weideflächen werden gleichmäßig und konsequent abgegrast. 
Zudem legen sie sich nur an wenigen, sorgsam ausgewählten Stellen ihre Kotplätze 
an, wodurch die Weide insgesamt sauber bleibt. – Sie stellen also eine echte 
Alternative zur Beweidung empfindlicher und schwer zugänglicher Flächen dar.
Die Farbenvielfalt der edlen Alpakafaser, dem so genannten Vlies, ist beeindruckend. 
Man unterscheidet 16-24 Farbtöne. Diese reichen von schwarz, grau über braun, 
apricot bis hin zu reinem weiß. Es kommen auch gescheckte Tiere vor. Deren Vlies 
ist jedoch weniger wertvoll und gefragt, da es zur Verarbeitung erst aufwendig farblich 
sortiert werden muss.

Wer sich ernsthaft überlegt Alpakas anzuschaffen, muss wissen, dass es sich hierbei
um Herdentiere handelt. Zwei Tiere sind absolutes Minimum. Beobachtet man jedoch 
das Verhalten dieser Tiere, so stellt man fest, dass die Herde mit jedem weiteren Tier
ruhiger und souveräner auftritt. Also, je größer die Herde, umso wohler fühlen sich 
die Alpakas. Ansonsten sind Alpakas äußerst anspruchslos. Sie werden ganzjährig 
auf Weiden gehalten. Flächenmäßig benötigen 2 Tiere ca. 1000 qm Grünland. Pro 
weiteres Tier rechnet man ca. 100 qm mehr. Idealerweise sollte die Fläche so groß
sein, dass das natürliche Futterangebot, ohne Düngung, für die Tiere ausreicht. 
Alpakas bevorzugen gemäß ihrer Heimat magere Wiesen, gerne auch steinige Hänge. 
Sie können aber auch auf anderen Flächen gehalten werden. Diese sollten lediglich 
nicht zu fett bzw. eiweißhaltig sein, denn darunter leidet die Faserqualität. Alpakas
lieben es an Dornen und Gestrüpp zu knabbern. Von Koniferen und giftigen 
Ziergehölzen sollten sie ferngehalten werden!!

Zufütterung von Kraftfutter ist umstritten, kann jedoch bei trächtigen und säugenden 
Stuten sinnvoll sein. Salz- und Minerallecksteine sind in jedem Fall ratsam.
Eine Umzäunung der Weidefläche mit 1,20m hohem Drahtgeflecht ist völlig 
ausreichend. Ausbruchsversuche sind äußerst außergewöhnlich.
Als Unterkunft für die Alpakas genügt ein Unterstand, der ihnen ein trockenes, 
zugfreies Plätzchen bietet. Es bieten sich auch alte Ställe oder Scheunen an. 
Als Faustregel gilt:
2qm Stallfläche pro erwachsenem Tier sind optimal. Isolieren für den Winter ist 
nicht notwendig, da Minustemperaturen den Tieren nichts ausmachen. Viel 
wichtiger ist, dass ihnen im Sommer jederzeit ein Schattenplatz zur Verfügung steht.
Insgesamt brauchen Alpakas keine aufwendige Pflege. Sie sind kaum 
krankheitsanfällig. Um einem Parasitenbefall vorzubeugen sollte man sie jedoch 
regelmäßig entwurmen. Einmal im Jahr werden die Tiere geschoren. Gelegentlich 
sollten die Zehennägel kontrolliert und falls nötig gekürzt werden.
Wie bei allen Tierhaltern gilt auch bei Alpakahaltern: Je besser ich mein Tier kenne, 
umso eher fallen mir negative Veränderungen, wie z.B. Appetitlosigkeit auf und ich 
kann gegebenenfalls eingreifen. 

"Spucken"........Nein, nein, keine Angst!
Alpakas sind zu Unrecht mit diesem Vorurteil behaftet.
Spucken ist ein natürliches Verhaltensschema dieser Tiere innerhalb der Herde. 
Sie setzen es ein, um die Rangordnung festzulegen und Jungtiere zu erziehen. 
Bereits gedeckte Stuten signalisieren einem sich von hinten näherndem Hengst, 
dass sie bereits trächtig sind.
So muss es sich schon um einen Zufall handeln, wenn man tatsächlich in die
„Spucklinie“ eines Alpaka gerät. Böse Absicht ist es sicherlich nicht!
Klimatisch sind Alpakas Extrembedingungen gewöhnt. So reicht die 
Temperaturspanne im Hochgebirge von glühender Mittagshitze bis hin zu 
empfindlichen Minusgraden bei Nacht.
„Cria“ wird in Südamerika der Nachwuchs genannt, den eine Stute, auch "Hembra“ 
genannt, nach 11 bis 11,5 Monaten Tragezeit zur Welt bringt. Die Geburt findet in 
der Regel am Tag, vorwiegend sogar vormittags statt. So können Sonne und Wind 
die Wolle des Neugeborenen trocknen. Die Zunge des Muttertieres ist nämlich zu
kurz, um ihre Nachkommen trockenlecken zu können. Nur wenige Stunden nach
dem Fohlen ist das kleine Alpaka trocken und kann bereits der Herde folgen.
Schon nach ca. 3 Wochen kann die Stute erneut mit einem „Macho“ gedeckt werden.
Durch ihr sanftes, liebevolles Wesen und den leichten Körperbau eignen sich
Alpakas als Haus- und Familientiere wie kaum ein anderes. In ihrer offenen, 
neugierigen Art nehmen sie Kinder gerne als Spielgefährten in ihrer Mitte auf und 
erweisen sich als äußerst geduldig und vorsichtig.
Einmal in ihren Bann gezogen, kommt man so schnell nicht wieder los!
Dennoch sind Alpakas Angreifern gegenüber nicht hilflos. Wildernden
Hunden oder Füchsen gegenüber setzen sie sich beispielsweise wirkungsvoll 
zur Wehr.
Durch diese Umstände und die Tatsache, dass nicht nur die Anzahl „reinrassiger“ 
Alpakas, sondern besonders die Anzahl von hochwertigen Zuchttieren weltweit 
begrenzt  ist (amerikanische Züchter gehen von nur 200.000 -300.000 zur Zucht 
geeigneten Alpakas weltweit aus), können europäische Züchter zuversichtlich sein, 
innerhalb der nächsten 15 bis 20 Jahre in einen Wachstumsmarkt hineinzuwachsen 
und hohe Wertzuwächse und jährliche Umsätze realisieren zu können. Von daher
betrachten Kenner das Alpaka auch als „the world’s finest livestockinvestment“.

Ausblick: Ob als Hobbytier oder landwirtschaftliches Nutztier, das Alpaka hat in 
Europa einen riesigen potentiellen Markt. Wenn Landwirtschaft in der EU 
kostendeckend arbeiten soll und wenn Landwirten die Gelegenheit gegeben wird, 
Märkte mit signifikant reduzierten EU-Subventionen zu erschließen, ist Diversifikation 
unumgänglich. Das Alpaka, das auch der Aristokrat von allen Nutztieren genannt 
wird, bietet hierfür das Potential.

Sie interessieren sich intensiver für Alpakas? Eine sehr gute Entscheidung die Sie
sicher nicht bereuen werden!
Alpakas sind Wolllieferanten auf höchstem Qualitätsniveau, Weidetiere, 
Landschafts- und Deichpfleger, Helfer in der Tiergestützten 
Therapie mit Alpakas oder als sanfte Haustiere zur Bereicherung des Familienlebens.

Sollten Sie an eine Zucht mit interessanten Zukunftsaussichten denken 
beraten wir Sie gerne ganz unverbindlich.

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